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Oma feiert ihren 80! Heute. Bei uns. Mein Vater hat vorsorglich einfach jedes im Lidl angebotene Weihnachtsgebäck angeschleppt (also von jeder Sorte drei Packungen – zur Sicherheit). Wie sind ja immerhin 14 Leute – und es gibt auch erst gegen 19 Uhr Abendessen. Das Risiko, dass einer der Herrschaften in eine Unterzuckerung zwischen den Mahlzeiten abrutscht, hat er wohlmeinend drastisch minimiert. (Einschub: Wer meinen Vater kennt, der weiß, dass er Vollbartträger ist, ergraut, kleiner Bauchansatz… der Weihnachtsmann in der Vorbereitungsphase. Leider hat keiner was zu ihm gesagt. Schade. Wo sind freche Kinder, wenn man sie braucht?)

Momentan (und das sage ich lieber leise) herrscht noch entspannte Erwartung. Ich freue mich schon auf’s Kaffeekochen! Und diesen Familienkram muss man einfach so viel, lange, ausgiebig ausnutzen, wie es nur geht. In zweieinhalb Wochen ziehe ich (wieder einmal) aus und zurück nach München. Alles beim Alten, alles neu… ich bin gespannt, aufgeregt, erfreut, verunsichert und vermutlich etwas zu ignorant ob all der Erwartungen (meiner und anderer Menschen), die es zu erfüllen gilt. Ich werde Digital Guide bei Emanate (Tochter von Ketchum). Und bin gespannt, wie das so geht. Ich weiß viel, aber das heißt so wenig. Aber in jedem Fall: Freue ich mich!!!!!!!

Letzte Woche war ich auf Wohnungsjagd. Alter! Das muss so bald nicht wieder sein. Die Kombination „Schön + über 40qm + Balkon + Aufzug + GutesViertel + BadMitFenster“ gab es leider nicht in meiner Preisklasse. Jetzt halt Bad ohne Fenster. Und eine ützelige Küche. Aber DAFÜR hab ich den besten (!!!!!) Blick über die Stadt und wohne auch noch in Hai-Hai-Hai-HAIDHAUSEN… oder sagen wir mal so: Ich hab den Mietvertrag schon. Werde ihn auch unterschreiben – aber weil bislang auch alles etwas seltsam gelaufen ist, halte ich mir selber noch so lange prophylaktisch die Daumen, bis ich da persönlich auf meinem Sofa drin sitze. Hier die Bilder von „Vorher“ – mit dem „Nachher“ lasse ich mir Zeit.

Bin überfordert – eine eigene Wohnung! Das war ja noch nie da! Jetzt also ganz ruhig! Und erst mal die Probezeit überstehen, gell?! Auch, wenn ich nicht behaupten kann, dass mein Leben im Umbruch ist (es gab schon so viele Kapriolen in den letzten Wochen), ist mir nach … Veränderung… einem weißen, unbeschriebenem Blatt (weil sonst eigentlich NICHTS unbeschrieben sein wird… die Geschichte holt mich ein). Daher die eher spontane Eingebung einen neuen Blog aufzusetzen. Ob das weiter so banaler Altagskram ist… ich hoffe nicht. Es soll mehr Video- und Audio-gebloggt werden. Mehr Bilder. Bin ja jetzt im iPhone-Himmel (wie ging das all die Jahre nur ohne???). Deswegen Posterous. http://sabinesibille.posterous.com/ Wie gesagt, am Konzept wird gearbeitet. Aber es wird Zeit für ein wenig mehr „Sophistication“.

Daher auch – und auch anlässlich des stattlichen Geburtstags – ein vornehmes, älteres, französisches Lied!

Wir sehen uns! Auf Posterous!  Oder Tumblr! *MWAH*

In der Eifel, da lebt man das Leben noch so, wie es gemeint war. Der Bus kommt nur zweimal am Tag ins Dorf. Da nennt man auch die Leute, die in der Parallelstraße wohnen noch „Nachbarn“. Natürlich hilft man sich beim Feuerholz holen aus (natürlich gibt es noch vernünftige Öfen – und weil mein Vater ein schlauer Fuchs ist, beheizt er mit unserem auf magische Weise auch die Fußbodenheizung. Verblüffend!).

 

Wir hacken und sägen hier Holz…

Wechseln noch in der Auffahrt Reifen…

Graben Blumenzwiebeln in den Vorgarten…

Und essen Kuchen am Gartenteich…

Dienstags gibt es Reibekuchen im Nachbardorf. Am Wochenende macht man Rad- oder Wandertouren entlang von Flüssen mit exotischen Namen wie Rur, Kall oder Inde.

Ich bin kein Eifel-Kind. Zumindest bin ich hier nicht aufgewachsen. Keiner braucht hier einen Marketing-Spezialisten mit Social Media-Leidenschaft. Und soll ich mal sagen, was das macht: Nix macht das! Von „bleiben“ hat ja auch keiner gesprochen. Aber hier „sein“, ist gerade äußerst fein. Von hier aus kann man den Blick ganz gut in die Zukunft schweifen lassen. Ist ja auch hügelig hier – oder wie meine Oma gesagt hätte: „He kannste aum Bärsch schon am Dinnsdaach sin, we am Sundaach zum Kaffee kütt!“ aka „Hier kannste aufm Berg schon am Dienstag sehen, wer am Sonntag zum Kaffee kommt!“ – (das funktioniert auch mit plattem Land… im Grunde weiß man es also immer… aber ich möchte die Weisheit meiner Großmutter nicht weiter in Frage stellen). Was sehe ich vom Berg aus also? Sehe ich weiter, als nächsten Sonntag? Ich sehe Großes, Kinder! Jetzt muss ich nur noch heftig mit den Armen rudern, dass es mich auch sieht. In der Natur hat sich schon so mancher gefunden, gell?! Die Musikempfehlung ist keine Eifel-Musik (das ginge ein bissi weit… vielleicht ein ander mal… man muss die Idylle nun doch ein bisschen aufbrechen… die Kühe laufen lassen, die Schafe zum blöcken bringen… verstehste…). Daher ein Stück, dass einer meiner FB-Freunde und  ehemaliger Schulkamerad gepostet hat.

Nice! Da wippt das Eichhörnchen mit dem Kopf…

Herrlich isses…

… und das auch…

oder das hier… ist das nicht großartig?!

Und der da ist sicher ein Prinz…

Like heaven + Coffee!

Miss you!

Was ich vermissen werde… (random order)

  • Milch in Plastikflaschen mit Henkel
  • Gok Wan
  • Waitrose shopping (vermisse ich schon jetzt – aber hier in Selly Oak hab ich Aldi… zeigt schön meinen Abstieg von „Stipendiat“ zu „arbeitslos“… aber ich schweife ab…)
  • Pfannkuchen zum Frühstück
  • Brummy Accent (… hahaha! Reingelegt!)
  • BBCiPlayer
  • Unseren Uni-Glockenturm, der mir vornehm gegen 3am klar macht, dass ich ins Bett muss
  • Diese ganzen Warning-Signs die mich immer daran erinnern, dass das Leben tödlich ist
  • Meinen Studentendiscount
  • Die Monologe meines Mitbewohners mit seiner PS3 Konsole
  • Den Geruch von England in der Luft
  • Viele, viele, viele liebe Menschen – aber die vermisse ich unabhängig von Brum… besonders die, die ich nicht vermissen sollte (blablabla).
  • Pimm’s in Dosen
  • Dass die Zugfahrt nach London nur 1,5h dauert (argh!)
  • So viel mehr… so, so viel mehr, was ich in den kommenden Wochen so unglaublich glorifizieren werde

Hier wohne ich zur Zeit… bis Samstag… und dann war das erst mal das.

Ein neuer Abschnitt. Ein bisschen beängstigend. Ein Grund mehr weniger zu vermissen und viel zurück zu holen.

Love Villagers… you can tell…

Vogel Strauß! Ich hab den Kopf im Sand. Aber es klingt trotzdem zu mir durch… in zwei Wochen ist der Spaß hier vorbei. Jeder, der fragt, was danach ist, muss mit einer patzigen Antwort rechnen. Bitte nicht persönlich nehmen, ist doch alles nur Unsicherheit.

Dissertation stresst und meine kleine Seele kann wenig dagegen machen. PLUS ich muss Kisten packen und obwohl ich’s schon häufig gemacht hab (oder gerade deswegen…), nervt es einfach unheimlich!!! Nörgelich? JA!

Zur Aufheiterung schaue ich gerne durch das Kaleidoskop, dass Annika mir geschenkt hat. Solltest Du das lesen, Hase (und gnade Dir Gott, wenn Du’s nicht tust…): Toll! Macht mich jedes Mal wieder happy.
Sollte Plan A scheitern (Weltherrschaft), dann starten wir mit Plan B (Kaffeehaus an der Alster) durch!

So, ich will ja keinen Langweilen. Also suche ich jetzt weiter nach Jobs, höre den großartigen Darwin Dees (Danke, Anita!) und schaue mit einem Auge auf die bunte Zauberwelt.

Ach, und weniger vernachlässigt als das hier ist: http://sabinesibille.tumblr.com/ ist ein bisschen weniger vernachlässigt… Ach, Kinder…

… diesmal was für aufe Ohren. Ich hab Audioboo ausprobiert… weil ich dachte, es sei witzig. Aber der geneigte Leser weiß ja, dass mein Humor eine ganz eigene Dimension hat. Gut, egal. Verschenkte Zeit gibt es nicht, also Upload für das Ding. [No google translate for audio?! uh, sorry...that was unintentional, really... but I dropped in words like "cool" or "native"... just for your benefit.]

Gut, genug des geschriebenen Worts. Lasst Stimmen sprechen!

Klicken und HÖREN:

So, genug Medienelemente…

obwohl… noch das hier… bitte, bitte!!!

Beste Situation EVER: Irgendein Hintergrundgeräusche wollte sich heute am frühen Abend nicht ganz mit den zarten Indie-Rock Lauten aus meinen Kopfhörern mischen. Kopf schief gelegt, Hörmuschel gelupft… klingt wie… Geschrei? Tier? Mensch? Oh no… rythmisches Geschrei. Unnatürlich Laut, aber – schließlich gilt – jedem das seine (selbst, wenn wir hier von einem Echo in einem Innenhof aus ca. zehn Häusern und ca. 100 Fenstern sprechen… vielleicht brauchen manche das Publikum). Aus meiner Sicht gab es nicht mehr zu tun, als zu schmunzeln und den Kopfhörer wieder aufzusetzen. Sah jemand mit ähnlicher Innenhoflage anders. Zehn Minuten später, rhythmisches Geschrei war mit einem letzen Aufschrei verebbt, habe ich wieder den Kopfhörer angehoben. Diesmal war es der ältere, irische Herr von der Rezeption, der vor unseren Fenstern brüllt. Wer da geschrien habe, wollte er wissen. Ob jemand verletzt sei? Alles in Ordnung? Ich hatte nicht das Herz, ihm meine Interpretation der Situation zu schildern. War auch nicht nötig, er hat sich Unterstützung von der University Security kommen lassen. Er hat Recht. Man weiß ja nie.

Eine Mitbewohnerin von mir ist vorgestern ausgezogen (sie war es also nicht). So langsam geht hier alles zu Ende. Das letzte Foto einer WG, die zwar zweckmäßig, dafür aber auf ihre Art und Weise sehr gelungen war.

In sechs Wochen muss aufgewacht werden; ich weiß nur nicht, zu was ich aufwache. Denn momentan kann es sein, dass eine Rückkehr in die Heimat nötig sein wird. Ich brauche so dringend ein Erfolgserlebnis, dass es nicht mehr auszuhalten ist. Idealer Weise meine ich damit einen Job, der auch noch cool ist.

Und nach meinem letzten London-Besuch mit meiner Mutter vor 1 ½ Wochen brennt mir die Stadt wieder unter den Nägeln. Nur ein, zwei oder drei Jahre. Nur ein bisschen dahin driften. Noch ein bisschen nicht ankommen müssen. Wovor ich weglaufe, weiß ich nicht. Leider weiß ich auch nicht, wohin ich renne.

Erst mal jedenfalls nicht in den Innenhof.

… eine Catch-Phrase, die ich nun zum 50.000x nutze… aber ich werde ihr nicht überdrüssig. Zu herrlich ist es mit anzusehen, wie sich der englische Fußballstolz in Selbstmitleid und traditionsgemäß im Deutschenhass suhlt. Und die britische Presse betreibt, was sie von Haus aus gut kann: Kraut-bashing und (mal gute, mal schlechte) Wortspiele […aber momentan wird hier eh alles besser gespielt als Fußball].

Zum Beispiel: The Sun

ODER

Daily Telegraph (Mannschafted? good God!)

Hab ich doch am Flughafen einen Engländer in Rooney-Shirt gesehen?! Und es war nicht drin, was drauf stand… hm… wahre Liebe vergeht nicht… meine Liebe ist und bleibt Prinz Poldi. So!

Ein Phänomen noch, dem ich nicht Herr werde: Ich werde beglückwünscht und geschmäht für den (gigantischen, fantastischen, atemberaubenden, überaus verdienten) Sieg der deutschen Mannschaft. Immer ein Thema, immer ein Seitenhieb wert. Wembley ’66 funktioniert nicht mehr gut, um die Menge zum Schweigen zu bringen. Da sind sie immerhin selbst direkt drauf gekommen (und im Grunde ist das auch nicht, wie ich es sehe: Die Jungs waren eindeutig besser und hatten mordsmäßig Schwein. Das ist meine professionelle Meinung als Spielerfrau). Ich frag mich nur, was passiert, wenn die Leute merken, dass ich bei dem 4:1 Triumph gar nicht mitgespielt habe. Ob ich dann keine Glückwünsche mehr bekomme?

Ein Lied, ein Lied!!!!!!

Ein Lied! Ein Lied! Man spiele mir ein Lied! Und das gerne auf englisch mit schwedischem Akzent. Denn den habe ich angeblich auch, wenn ich englisch spreche. Na, man ist sich nicht ganz einig: Dänisch?… Hm, in jedem Fall irgendwie… skandinavisch… Ja! Irgendwie schon. Wie ich mir das geholt habe, möchte ich mal gerne wissen…

Da ich viel Blödsinn die vergangenen paar Tage angestellt habe, hier eine Auflistung der Dinge, die ich definitiv NICHt getan habe:

★ einen Baum gepflanzt

★ mir die Knöchel gebrochen, als ich in (für meine Verhältnisse) hohen Hacken durch London gelaufen bin

★ ein Theater besucht

★ eine Bank (oder sonst irgendwas oder irgendwen) überfallen

★ das Richtige

★ vernünftige Musik online eingekauft

★ mit meiner Abschlussarbeit durch gestartet.

Mit allem anderen bin ich mir nicht so ganz sicher. Meine Herren! Es ist Juni und langsam wird’s gruselig: Im September ist der Kleine-Mädchen-Traum vorbei und ich muss mich definitiv wieder meinem Alter angemessen verhalten. Was auch jetzt schon keine schlechte Idee ist.

Morgen geht’s auf’s Vale Fest. Glücklicher Weise ist mit mir ja nie was einfach; deswegen fühle ich mich bereits heute etwas kränklich… ah, Mann! Das kann ja keiner mit anhören, dieses Gejammere. Ich hör auf.

Oh, aber das noch: Mentalnotiz! – Es werden zu viele Fotos gemacht, es gibt zu viele Social Networks und ich weiß passe nicht genug auf. Eine Kombination, die nicht gut ist. So – Schluss.

Morgen schreibe ich Strategic Brand Management Examen. Daher keine Zeit für viele Worte…. aber für ein Video. Es zeigt eindrücklich, dass ich mehr als nur Management gelernt habe…

Es ist während eines Group-Meetings zu unserem Brand-Assignment entstanden. Ich liebe es heiß und innig… wie ich auch die Leute in dem Video liebe. DAS ist Drama – Baby – Drama!!!

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