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Archive for Februar 2010

Pancake Day! Der Brite (außer Jamie Oliver und Gordon Ramsey) mag nicht für seine kulinarischen Zauberkünste bekannt sein (wer mag, fragt Martin O. zu seiner Meinung bezüglich Pub-Essen), aber Pfannkuchen – damit hat er sich was auf die vorfastenzeitliche Fahnen geschrieben, das sich sehen lassen kann. Neben Essen mache ich mir Gedanken über Züge, Mating, London und meine Uninoten. Wie gehabt…

Zu Beginn ein Lied, damit wir nicht auf dem Trockenen sitzen:

Pancake Dayyummy in my tummy
Leckerschmecker! Die WG (-1, da die Familie Dan zu Neujahr bei sich in China haben wollte) hat erfolgreich den britischsten Pancake Day ohne Engländeranteil zelebriert. Sogar eine (ordentliche) Portion Vegetarier-Pfannkuchen (da ohne Ei, dafür aber mit viel Backpulver) war drin. Der Engländer träufelt Zitronensaft drüber und bestäubt mit Zucker. Haben wir auch gemacht PLUS Schokosauce, Bananen und Marmelade.
Wieso Pancake Day? Weil es LECKER ist, oder auch aus den Gründen, die die zuverlässige Quelle hier preisgibt. Merke: Religiös zu sein kann Vorteile haben – genau so, wie es günstig ist, Leute zu kennen, die aus alten Gewohnheiten Traditionen verfolgen. So oder so schmeckt’s. Für’s Frühstück sind noch ein paar übrig. Hmmmm….

Da fällt mir ein: Ich habe gestern Abend so viel Schokosauce auf meinen Joghurt geschüttet (und gegessen), dass ich mir eingebildet habe, vor Zuckerschock nicht schlafen zu können. Sowas ist mir noch nie passiert. Bis auf meine Hüften und Wangenknochen ist mein Körper eigentlich Zucker-resistent. Zeichen? Wenn ja: Für was?!

EuroStar -poor Nat!
An dieser Stelle ein Gruß nach Belgien, wo meine liebe Nachbarin Natalie samt EuroStar gestrandet ist. Ich vermisse sie! Die gute Seele.
Ich wusste immer, dass das mit dem Tunnel unter Wasser keine Zukunft hat. Bitte nicht falsch verstehen: Unglaublich tragisches Zugunglück und natürlich darf es da auch beim EuroStar mal zu Verspätungen kommen. Ich frage mich nur, ob die Betreiber das Glück gepachtet haben… der Vertrag scheint jedenfalls ausgelaufen…

Freunde – Mating time?

Ich weiß, ich wusste es schon, aber der Selbstschutz hat mich bis vor drei Wochen vor den logischen Erkenntnissen bewahrt. Was der Brite (die Deutsche darf verallgemeinern) kann, ist SmallTalk. Ich bewundere das: Leute die mit jedem immer über alles sprechen können… wenn es nicht zu tiefschürfend oder persönlich ist. Aber ich habe noch etwas ganz Neues entdeckt: Meine Bewunderung paart sich mit einer gereizten Genervtheit. Bitte! SmallTalk ist kein Gespräch. Bekannte sind keine Freunde. Basta. Diese Erkenntnis basierend auf empirischen Daten kam mir vor einigen Tagen, gefolgt von dem Zweifel, ob man denn dann wirklich nach London gehen sollte, wenn man Tiefgang haben will (sind da nicht alle oberflächlich?!…)… nach München zurück zu gehen, schien plötzlich eine plausible Zweitlösung. Nicht, weil da alles immer unter die Haut ging, aber das Zwischenmenschliche schien mir stabiler. Umso ernüchternder waren die Erkenntnisse, die sich heute beim Joggen (ebenfalls basierend auf Feldstudien) durch den Stirnschweiz ins Hirn gebahnt haben: Quatsch!! Leider getäuscht. Es gibt keinen guten Grund, an kolorierten Erinnerungen festzuhalten. Vor allem nicht, wenn sich die Gegenwart in verwaschenem Grau zeigt. Wo stehen wir also nach all den Erkenntnissen? Square one:

London

Doch, das wird jetzt gemacht. Ein Bekannter hat kürzlich verkündet, London sei seine neue Heimat. Basta. Er will da bleiben. Und – verdammte Axt – das will ich auch sagen können. Wo man noch mal anfangen muss, ist doch im Endeffekt auch egal!…??? Nah, ist ja noch ein halbes Jahr Zeit. Und noch mehr, wenn der nächste Punkt Probleme macht:

Examen – sod it!
Die Resultate kommen am Montag raus. Und ich kann meine erst am Mittwoch abholen. Ich möchte auch gar nicht sehr viel länger drüber nachdenken und nur sagen: Ich glaube, ich war Bombe vorbereitet, habe aber während der Prüfungen einfach kurz meinen gesunden Menschenverstand mit meiner Jacke zusammen abgegeben und viiiiiiele falsche Entscheidungen getroffen. Jetzt muss ich abwarten, wie sich das in Noten umrechnet. Vielleicht muss ich mir deshalb auch noch keine Sorgen machen um:

Abschlussarbeit – sod it!!!
Muss MUSS muss angefangen werden. Expose muss MUSS muss bis Ende März fertig sein. Hahahaha!!!! Dann mal auf!

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Gibt es nicht zu sagen.

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„The Independent“ geht heute der Frage auf den Grund: „How Britain Works – What the John Terry affair says about the state of the nation.“ Ich verstehe kein Wort. Werde das vor dem Schlafen noch mal durchlesen müssen. Will doch wissen, wie es um die Nation steht, mit der ich gerade lebe.

Außerdem müssen folgende Fragen ganz dringend geklärt werden:

Wieso schreiben sich Briten Einkaufslisten, Telefonnummern, Termine, Namen von Bekannten und Bibliotheksnummer auf den Handrücken? Sind wir im Denken weiter, weil wir Filofax, Moleskine oder gar Outlook benutzen?… oder hinken wir hinterher, weil uns die unglaubliche ökologische Fürsorge, die bei einer bekritzelten Hand förmlich auf der selben liegt, noch nicht aufgegangen ist?! Muss Lucy fragen… vielleicht ist das eine alte britische Tradition…

Warum kommt genau so viel Stuss auf jeglichem TV-Kanal wie in Deutschland? Und: Wieso wiederholen sie JETZT die Krimis, die ich erst LETZTE Woche auf DVD gesehen habe?

Was mache ich mit den beloved parents, die über Ostern eine Woche mich und Birmingham mit einem Besuch beehren? Ein Ausflug nach London ist schon gebucht…. B’ham lädt nicht zwingend zum Verweilen ein…

Warum kann ich mich nicht auf das konzentrieren, was getan werden muss? Seit ich „keinem Job mehr nachgehe“ bin ich mehr Student als in meinem Bachelor. Die Verkörperung der Faulheit… hm… ich habe mich mit „festen Office-Zeiten“ versucht selbst zu beschummeln. Aber ich bin ja nicht blöd: So schnell lasse ich mich von mir nicht reinlegen.

Wieso macht das britische Wetter seinem Ruf alle Ehre? Es ist Zeit für Überraschungen. In jeglicher Hinsicht!

Einige noch offene Fragen – würde ich mich nur bemühen, ihnen auf den Grund zu gehen – könnten sich in Wohlgefallen auflösen. Es ist nur so unglaublich anstrengend mit den Antworten zu leben.

Ein Lied und eine gute Nacht!

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