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Archive for the ‘Live happily ever after…’ Category

Nicht genügend, aber immerhin ausreichend viel Zeit war an Weihnachten für Buch&Sofa&Seele. Das erste von Murakamis 1Q84 ist durch, das zweite halb und DAS hier… meine Herren!… das hier habe ich mir für die Fahrt zur/von der Arbeit aufgehoben. Leider jetzt schon lange ausgelesen.

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Ein Versprechen: Dieses Buch werde ich JEDEM aufschwatzen, der sich mit mir in den kommenden Wochen in SmallTalk verheddert:
Tilman Rammstedt: „Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters (wie ich sie gerne erlebt hätte, zumindest am Anfang und ein wenig noch am Ende)“

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Viel zu kurz, viel zu gut – Tilman schreibt mit einer solchen Sogkraft, dass ich mich in die Seiten rein legen wollte. Mit den Wangen ganz nah ans Papier. Seine inständigen Mails an Bruce Willis, dass er seiner Romanfigur doch nun bitte zu einem guten Ende verhelfen soll – seine Kurznotizen zu seinem Bankberater, der ihn bei ihren Terminen Lebensweisheiten aufschreiben und 2x unterstreichen läßt – fan/phänomenal/tastisch.
Tragikomisch – nicht irre witzig, wie ich hier und da gelesen habe. Einmalig – in jedem Fall!

Sollten wir uns nicht auf einen SmallTalk treffen und sollte ich nicht persönlich auf dich einreden könne, wie auf einen toten Esel, dann sag ich’s gerne schon einmal so: LESEN, Herzchen! LEEESSSEN. Das hier – los los!!!!

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(Fotos aus dem oben genannten Roman, erschienen im DuMont Verlag – Seitenzahlen hab ich vergessen. Schlimm?)

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London werde ich nie überdrüssig sein.

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Darf so als Eintrag bereits für sich sprechend stehen bleiben. Dann könnte ich nur nicht mit den wunderschönen Erlebnissen angeben, die wir in unserem letzten erst wenige Tage alten London-Urlaub hatten.
Außerdem gibt es vielleicht doch noch ein „But“… vielleicht.

Lächerlicher Weise haben wir uns mit der Wahl wieder nach London zu fahren lange rumgeschlagen (oder besser = ich mich, ich Depp. Ich dachte an etwas sonniges). Aber simma ehrlich: Wer würde nicht einer sicheren Wetteroption einer halb garen Variante den Vorzug geben (in London wird das Wetter im Dezember pauschal sch*** = sichere Wahl).

Es war wunderbar! Ganz und gar!!

Ganz und gar (1) Wir haben die lieben kleinen Engländerinnen zu herrlichem Dinner (ein indisches Curry auf Pizza… und Thai… so guuuut!!!!!), einem erfrischenden Lustwandeln durch East London, German markets und christmassy feeling getroffen. Es tut so gut diese lieben Wesen mit guter Regelmäßigkeit immer wieder zu sehen. Noch besser wäre natürlich, wenn ich nicht immer die Vereinbarung von Skype-Calls verdaddeln würde. Aber dafür schaffen wir wenigstens alle sechs Monate ein Treffen – immerhin.

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Ganz und gar (2) Wir sind durch kleine (und große) Shops geschlendert. Mit unterschiedlichem Enthusiasmus. Und ich habe unnützen Schreibkram beim Spitalfield Market gekauft, der aber einfach zu großartig war, um ihn da zu lassen.

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Ehrlich gesagt: Keinen Plan, wie ich diesen Planer nutzen soll. Zu wenig Platz für Tagebuch, zu verträumt für Terminkalender. Egal!

Ganz und gar (3) Tour durch Tate & National Gallery. So gut fürs Herz! So gut! Und weil wir in unserem Kulturbeutelchen vorher sehr gut aufgeräumt und Platz geschaffen hatten (da ging’s, in unserem easyHotel Zimmer mussten wir selbst unsere Gedanken stapeln), sind wir außerdem noch St. Paul auf’s Dach gestiegen. Wenn auch nicht der höchste, so doch der erhabenste Blick über London. Die perfekte Rundumsicht mit dem schönsten Abendlicht und dem besten Hochgefühl in ganz Greater London.

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Und oben sitzend ist mir dann aufgefallen, dass ich vor ziemlich genau 10 Jahren das letzte Mal exakt an diesem Fleck war. Mit Muttern, Tante und Onkel. Als die mich zu meinem 20 (!!!!) Geburtstag in London – ich als gestresstes Au pair, dass noch nicht wusste, was Stress ist – besucht haben. 10 Jahre!!! Mein 20er!!! Unten zog damals die Parade des Bürgermeisters durchs Viertel. 10 Jahre…

Ganz und gar (4) Spätestens hier ist mir dann bewusst geworden, dass ich eigentlich auf einer kleinen ZurückInDieZukunftTour war: Wie durch ein kleines Wunder sind wir an die letzten beiden verbleibenden Tageskarten für Shakespeares „Twelfth Night“ gekommen. Wobei das Wunder von meinem Reisegefährten stark forciert wurde – hätte er nicht bereits um 7:30 morgens die Nacht beendet, wären wir nicht schon um 9 (!) in der Stadt gewesen und ich hätte es um 10 Uhr nicht direkt spaßeshalber an der Tageskasse probiert (von der ich dachte, dass sie erst um 11 auf macht). Er ist ein wunderbares Wunder!
In Twelfth Night war ich (na, wer weiß es…? Genaaau:) vor 10 Jahren im Globe. Gott, war ich damals besoffen von Schauspiel und Eindruck! Im Grunde (romantisiert) ist die damalige Aufführung daran Schuld, dass ich mich den Sommer darauf dann für einen etwas „geisteswissenschaftlicheren / sozialwissenschaftlichen“ Studiengang entschieden habe (führt jetzt hier zu weit, macht in meinem Kopf aber noch heute Sinn). Das genialste an der 2012 Variante: Mark Rylance hat wie damals Olivia gespielt. Umwerfend! Das Beste, was man sich denken kann. Und auch, wenn ich wirklich nicht alles verstanden habe: Umfassbar lustig! PLUS Stephen Fry in Lebensgröße auf der Bühne gesehen!!!! Ich bin verknallt. Hin und weg! Dafür gebe ich sogar meinen damaligen Liebling Liam auf! Jetzt noch ganz aus dem Häuschen, wenn ich darüber nachdenke.

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Ganz und gar fantastisch! Sogar das Wetter! Tripp auf der Themse, viele Pubs und Sandwiches, viel Leben, Farbe, Menschen, Tubes. Sogar für die Eltern alles besorgt, was gewünscht war. Das war die Infusion Leben, die so nötig war!

Nochmal!!!! Ganz bald. … But… was kein Widerspruch sein muss: Ich glaube, ich habe endlich verstanden, dass ich mit London weiterhin eine Fernbeziehung führen will. Das hält die Liebe frisch.

(Danke fürs Überlassen der Fotos :)).

P.S.:
Damit wollte ich ohnehin schon missionieren gehen: Wer London liebt, der muss, MUSS, MusS Zadie Smiths „NW“ lesen! Muss! Bitter-süßes Buch!
http://www.youtube.com/watch?v=TrKL2NopdJc&sns=em

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P23

In einem. Das muss reichen.

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In der Eifel, da lebt man das Leben noch so, wie es gemeint war. Der Bus kommt nur zweimal am Tag ins Dorf. Da nennt man auch die Leute, die in der Parallelstraße wohnen noch „Nachbarn“. Natürlich hilft man sich beim Feuerholz holen aus (natürlich gibt es noch vernünftige Öfen – und weil mein Vater ein schlauer Fuchs ist, beheizt er mit unserem auf magische Weise auch die Fußbodenheizung. Verblüffend!).

 

Wir hacken und sägen hier Holz…

Wechseln noch in der Auffahrt Reifen…

Graben Blumenzwiebeln in den Vorgarten…

Und essen Kuchen am Gartenteich…

Dienstags gibt es Reibekuchen im Nachbardorf. Am Wochenende macht man Rad- oder Wandertouren entlang von Flüssen mit exotischen Namen wie Rur, Kall oder Inde.

Ich bin kein Eifel-Kind. Zumindest bin ich hier nicht aufgewachsen. Keiner braucht hier einen Marketing-Spezialisten mit Social Media-Leidenschaft. Und soll ich mal sagen, was das macht: Nix macht das! Von „bleiben“ hat ja auch keiner gesprochen. Aber hier „sein“, ist gerade äußerst fein. Von hier aus kann man den Blick ganz gut in die Zukunft schweifen lassen. Ist ja auch hügelig hier – oder wie meine Oma gesagt hätte: „He kannste aum Bärsch schon am Dinnsdaach sin, we am Sundaach zum Kaffee kütt!“ aka „Hier kannste aufm Berg schon am Dienstag sehen, wer am Sonntag zum Kaffee kommt!“ – (das funktioniert auch mit plattem Land… im Grunde weiß man es also immer… aber ich möchte die Weisheit meiner Großmutter nicht weiter in Frage stellen). Was sehe ich vom Berg aus also? Sehe ich weiter, als nächsten Sonntag? Ich sehe Großes, Kinder! Jetzt muss ich nur noch heftig mit den Armen rudern, dass es mich auch sieht. In der Natur hat sich schon so mancher gefunden, gell?! Die Musikempfehlung ist keine Eifel-Musik (das ginge ein bissi weit… vielleicht ein ander mal… man muss die Idylle nun doch ein bisschen aufbrechen… die Kühe laufen lassen, die Schafe zum blöcken bringen… verstehste…). Daher ein Stück, dass einer meiner FB-Freunde und  ehemaliger Schulkamerad gepostet hat.

Nice! Da wippt das Eichhörnchen mit dem Kopf…

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