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Posts Tagged ‘Earth’

Erstaunliches Phänomen: Immer dann, wenn ich weg bin vom Schreibtisch, habe ich richtig Bock zu arbeiten. Funktioniert aber leider auch im Negativen.

Mitte Januar drei Examen und auch, wenn Marketing nun wirklich keine Rocket Science ist: Mein Hirn ist ein Sieb, leider ein sehr grobes. Ab morgen dann wirklich, wirklich, wirklich Revision. Wollte ja auch wirklich, wirklich, wirklich jetzt schon ins Bett gehen. Dann ist mir aber eingefallen, dass ich lieber den ganzen spaßigen Kram (wie z.B. Blog) aus dem Weg schaffen sollte, bevor ich mich dann morgen auf die Arbeit stürtze. Nachdem mein hübscher Laptop noch mal aus der Zwischenwelt zurück geholt worden ist, tummeln wir zwei beiden uns, wie frisch Verliebte, gerne an lauschigen Orten rum (wie facebook) und schlagen die Vernunft in den Wind. Das ist gefährlich. Aber wenn ich nichts nettes mehr zu tun habe, vielleicht klappt es dann ja mit der Konzentration.

Wobei die vielleicht gar nicht das Problem ist, denn man muss schon an etwas sitzen bleiben, wenn man sich voll konzentrieren will. Kann man nicht, wenn man zum Beispiel am Wochenende nach London fährt und von einer Zukunft träumt, die nur mit gutem Studium möglich sein wird.

Mission dieses Mal: Inspiration suchen und finden. Auch, wenn ich glaube, dass ich meine Inspiration zum großen Teil aus mir selber hole, war’s den Versuch wert.
Äußerst empfehlen kann ich dem naturliebenden Kunstliebhaber die EARTh Ausstellung in der Royal Academy of Arts. Auch, wenn in Zeichen von Kopenhagen ein Thema, das sich einer Gallerie fast aufdrängt will ich keines Falls Kreativitätslosigkeit vorwerfen. Großartig war’s! Wie wunderschön und gleichzeitig beizarr beklemmend ist zum Beispiel dieses Bild?!:

Tomas Saraceno
Endless Series, 2006

So ganz konnte ich mich zwischen Lächeln und Grübeln nicht entscheiden. Er hier – Lemn Sissay – hat mich beim ersten Mal mit seinem Gedicht ziemlich begeistert. Seine Körpersprache ist einfach der Hammer. Wenn man des Text nur ließt muss ich leider urteilen, dass es etwas cheesy und overdone ist… aber deswegen soll es ja auch nicht nur gelesen werden.

Und weil London einem nie natürliche Grenzen setzt, bin ich danach in Pop Life in der Tate gegangen. Erschreckend: Mir war ehrlich bei einigen Sachen nicht klar (ganz besonders nicht bei Keith Haring), dass es sich um Kunst handelt. Was weiß ich, was ich gedacht habe, aber in meiner Kindheit haben mich diese Männchen so sehr umgeben… an Kunst habe ich da auch 20 Jahre später nicht gedacht. Ich ignorantes Stück. Witzig waren Damien Hirsts Twins. Die Herren, die da saßen, als ich da war, sahen so verwirrt und verloren aus, dass ich einfach nur grinsend vor ihnen stehen bleiben musste. Na, gut war’s. Und auch hier wieder Ignoranz: Scheiß Kommerz! Kein Kunst ohne Kohle, das war mir schon klar. Aber das war noch mal in your face.

Danach belgisch gegessen, Zug verpasst, eingemietet in der letzten Kaschemme, ausgegangen bis nix mehr offen hatte, einem verwirrten jungen Mann dabei geholfen seinen Bus nach Paddington zu finden und nach drei Stunden Schlaf zurück nach Birmingham.

Großartig! Das machen wir bald noch mal. Und noch was gelernt: Die Welt ist zu klein. Meine amerikanische Nachbarin kennt den Herren, mit dem ich belgische Muscheln gegessen habe. Sie hat in einen Tag vor meinem Ausflug nach London bei ihrem Abstecher in die Stadt über Freunde kennengelernt. Das ist so bizarr, dass ich es sogar hier schreiben muss. Denn: Ich kann es immer noch nicht fassen.

Und damit: Ab ins Bett und ab Morgen wird gelernt, als ginge es um Alles…. was verdammt noch mal auch so ist…

Musikempfehlung des Tages: Graham Coxon – Latte

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