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Posts Tagged ‘Erinnerungen’

Gegen allen guten Wissens und Gewissens – ein Eintrag zur Schlafenszeit. Das war ein derartig unproduktiver Tag in einer Reihe von unproduktiven Tagen, dass es nun auch schon egal ist.

Folgendes funktioniert einfach nicht: Über sein Studium meckern und jammern, wie oberflächlich alles ist und dann noch nicht mal selber vernünftig arbeiten, um in die Tiefe zu gehen. Aber es ist fast eins… und auch wenn ich noch könnte, wollte ich doch das mit meinem Schlafrhythmus auf die Kette kriegen.

Ich war am Wochenende in London – was so fantastisch und gleichzeitig so zehrend war, dass ich mich immer noch ein wenig erschöpft fühle. So wird nie was aus mir.

Bevor wir hier weiter machen, wie wäre es mit einer musikalischen Untermalung, die mich auf meinen Spaziergängen an der Themse entlang begleitet hat (diese Gedankensprünge passieren mir immer. Besonders gerne, wenn ich gerade was studienspezifisches lesen muss)?

The Editors

Das Listenschema, das ich hier angefangen habe, gefällt mir verhältnismäßig gut. Auch, wenn es den freien Geist einschränkt. Aber das hier ist ja nun mal kein Tagebuch, sondern dient dem höheren Zweck der Gedankenübermittlung. Und da ist eine Liste in Struktur und Aufbau wieder einmal nah an dem, was mir mein Studium bietet: geschmeidig an der Oberfläche gleiten und Spiel- aber keinen Gestaltungsraum für Interpretationen lassen. Na, hier gibt es wenigstens eine Kommentarfunktion…

Womit wollen wir uns dann also heute rumschlagen, wenn nicht schon mit meinem Marketing Research Proposal, dass eigentlich morgen fertig sein muss?!
Ich finde, es ist Zeit ein paar Regeln für das Leben in Großbritannien aufzustellen. So deutsch, wie ich hier eh bin (Kommentar zu meiner facebook Seite: „but… you’re all German on there…“… wie erklär ich’s ihm?!) – da kann es auch gleich die Breitseite sein. Und das besonders schöne an Regeln: Sie müssen gebrochen werden – von Zeit zu Zeit – um Bedeutung zu haben. Ah, das wird fein: Breaking the habit

1. Denk nicht. Mach mehr.
2. Sitz vernünftig (hat schon die Oma gesagt), wenn die Rückenschmerzen je weggehen sollen.
3. Gib zu, wenn Du etwas oder jemanden magst / nicht magst. Das Herz ist da, um gebrochen zu werden.
4. Mach viele Sachen zwei Mal, andere dafür nie (ein Abend im Gatecrasher gehört zu letzterem und ich habe damit diese Regel teilweise schon gebrochen).
5. Share the love, wie Lucy sagt, und umarm einfach mal spontan Deine/n asiatische/n Studienkolleg/in. Zum Teil großartige Reaktionen!
6. Sei nicht so nachtragend. Das nervt.
7. Trink immer einen mehr, als Du denkst, dass Du aushalten kannst. Alleine Grenzüberschreitungen werden Dich weiter bringen.
8. Sag nein, wenn Dich jemand fragt, ob Du auf Diät bist. Erspart blöde Kommentare.
9. Häng Dich an die ambitionierten Leute. Die treiben Dich dazu bis nachts um 3 zu arbeiten.
10. Gib es endlich zu: Du liebst es hier (präzisiere: in UK. Birmingham ist aber auch nicht ganz schlecht…).

Nun fragt sich der aufmerksame Leser: War das wirklich nötig? Ja, sag ich. War’s. Und weil es so schön war, noch die top fünf Erkenntnisse vom letzten London-Besuch:

1. Man sollte die Special Exhibitions besuchen. Sonst bleibt der Horizont immer hinter Häuserfronten versteckt.
2. Füchse fühlen sich anscheinend in den Vorgärten reicher Litte Venice Bewohner wohl. Ich wäre auch gerne ein Fuchs.
3. In Shoreditch geht man anders weg. Und wenn man es zulässt, dann kann es großartig und/oder erhellend werden.
4. Man sollte sein Herz nicht an die Vergangenheit hängen. Wie schön die daraus resultierenden Erinnerungen auch sein mögen. Das führt nur zu Enttäuschungen.
5. Arbeiten sollte man in London sicherlich mal. Vielleicht für ein oder zwei Jahre nach dem Studium?!

So, 1.30 am. Gut gemacht. Und ab ins Bett. Ich überlege mir fürs nächste Mal auch was Kreativeres. Ist so gut wie versprochen.

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